Leseverständnis

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Leseverstehen ist ein komplexer Prozess. Dabei gibt es grundlegende Schritte und Aspekte, an die man sich halten kann. Auf diese grundlegenden Aspekte wird im Folgenden eingegangen:

  • Schritte zum Leseverstehen >>
  • Text als Ganzes: zentrale Informationen, Kernaussagen entnehmen, Schlüsselwörter finden >>
  • Textaufbau, Textstrukturierung >>
  • Nichtlineare Texte: grafische Darstellungen und Tabellen >>
  • Textfunktion, Intention eines Textes >>
  • Information und Wertung in Texten >>
  • Nachschlagewerke zur Klärung von Begriffen und Sachfragen >>

Grundsätzlich muss man beim Leseverstehen zwischen Sachtexten (nichtfiktionalen Texten) und "literarischen" Texten (fiktionalen Texten) unterscheiden. Zudem macht es Sinn, nichtlineare Texte als eigene Gruppe von Texten zu betrachten, auch wenn diese nichtlinearen Texte (in der Regel) zu den Sachtexten gehören. Lineare (kontinuierliche) Texte stellen Informationen in einem fortlaufenden Text dar. Man liest sie von links nach rechts und von oben nach unten. Nichtlineare (diskontinuierliche) Texte stellen die Informationen demgegenüber nicht in einem fortlaufenden Text dar. Typische nichtlineare Texte sind Diagramme (= grafische Darstellungen), Tabellen (= Statistiken), auch Bilder. Eine andere Art von nichtlinearen Texten sind Hypertexte im Internet; darauf wird aber nicht weiter eingegangen.

Bei den fiktionalen Texten spielen die sprachlichen Gestaltungsmittel eine grössere Rolle als bei den Sachtexten. Zudem erhalten Figuren, Orte und ebenso die Zeit bei Texten der Epik und Dramatik eine besondere Bedeutung. Die Suche nach (literarischen) Motiven und Symbolen darf bei fiktionalen Texten auch nicht vernachlässigt werden. Ausserdem muss speziell darauf geachtet werden, wie der Text aufgebaut ist und wie die Geschichte dargeboten wird. Des Weiteren muss man bei fiktionalen Texten viel mehr zwischen den Zeilen lesen als bei Sachtexten. Und schliesslich spielen Gattungsmerkmale sowie textübergreifende Aspekte (wie literaturgeschichtlicher Hintergrund) eine grössere Rolle als bei Sachtexten. Das alles heisst: Die Analyse von literarischen Texten unterliegt speziellen Bedingungen.

Hier geht es aber um das Leseverstehen von (linearen und nichtlinearen) Sachtexten. Natürlich nützen einem die dabei verwendeten Methoden auch bei der Analyse von fiktionalen Texten.

Um zu überprüfen, wo du beim Leseverständnis stehst, ist dir empfohlen, den Einstiegstest zu machen.


Roman Looser. 2012.