Adjektive erkennen

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Im Unterschied zu den anderen Wortarten kann ein Adjektiv grundsätzlich immer zwischen einen bestimmten Artikel (vgl. >>) und einem Nomen (vgl. >>) stehen. Man nennt diesen Gebrauch des Adjektivs attributiv. Mit dieser Stellungsprobe (oder auch Adjektivprobe genannt) lässt sich mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Adjektiv erkennen. Ist man sich nicht sicher, ob ein Adjektiv vorliegt, dann versuche man, das betreffende Wort zwischen Artikel und Nomen zu stellen.
Ist viel ein Adjektiv? -> Die vielen Preise .... -> ja.
Im Ausnahmefall lassen sich auch Pronomen zwischen Artikel und Nomen stellen.

Ein Adjektiv unterscheidet sich zudem von anderen Wortarten, indem es sich in der Regel steigern lässt (Komparation): schön, schöner, am schönsten. Das gilt für den grössten Teil der Adjektive, aber nicht für alle. So lassen sich absolute Adjektive z. B. nicht steigern (tot - *toter ??).
Die nicht gesteigerte Form eines Adjektivs nennt man Positiv (schön). Die normal gesteigerte Form Komparativ (schöner), die stark gesteigerte Form Superlativ (am schönsten).

Die Partizipformen eines Verbs (Partizip I und Partizip II; vgl. >>) können wie Adjektive verwendet werden, wenn sie nicht Bestandteil von mehrteiligen Verbformen sind. Sie übernehmen dann dieselben grammatischen Merkmale und Auffälligkeiten wie Adjektive. Beispiel: lachen -> Partizip I: lachend; verwendet wie ein Adjektiv: das lachende Kind ...

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Die theoretischen Erläuterungen orientieren sich an:
Schülerduden Grammatik (2010). Die Schulgrammatik zum Nachschlagen, Lernen und Üben. 6., neu bearb. und aktualisierte Aufl. Hrsg. von der Dudenredaktion. Bearbeitet von Peter Gallmann, Maria Geipel und Anna Wagner. Mannheim u. a.: Dudenverlag.